Fortbildungen in Verbindung mit Sensibilisierungskampagnen stärken neue lokale Routinen - wie die Verwendung von Leitlinien und die Anwendung eines neuen Verschreibungsansatzes.
In Fortbildungen sollten die Bedeutung von Antimicrobial Stewardship und die Grundsätze der Antibiotikaverschreibung erklärt werden.
Zudem sollte in den Veranstaltungen das «diagnostic stewardship» behandelt werden. Insbesondere sollte die korrekte Indikation für die Entnahme von Urinkulturen vermittelt werden (um die unnötige Verschreibung von Antibiotika bei asymptomatischer Bakteriurie zu vermeiden). Ebenfalls wichtig ist die Schulung der korrekten Blutentnahmetechnik, um unnötige Antibiotikatherapien durch Kontaminationen zu vermeiden.
Alle Ärztinnen und Ärzte, Spitalapothekerinnen und Spitalapotheker, die bei der Verabreichung von Antibiotika involviert sind, sollten regelmässig Fortbildungen absolvieren.
Auch Pflegepersonal und Hebammen, welche eine aktive Rolle bei der diagnostischen Probenentnahme, bei der Erkennung von Therapieversagen, der IV-zu-oral-Umstellung und der Kommunikation mit Verschreibenden und Angehörigen hat, sollte sich regelmässig fortbilden und schulen lassen.
Die Inhalte können in bestehende Bildungsaktivitäten integriert und im Rahmen von Einführungstagen vermittelt werden.
Teilnahmelisten können Aufschluss darüber geben, wie viele Ärztinnen und Ärzte und Spitalapothekerinnen und Spitalapotheker fortgebildet wurden.
Das Spital informiert Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten und Besuchende regelmässig über lokale ASP-Aktivitäten, z. B. während der World Antimicrobial Awareness Week.