Mit Leitlinien für die antimikrobielle Therapie wird der Antibiotikaeinsatz gesteuert. Die Leitlinien gewährleisten die bestmögliche Therapie der Patientinnen und Patienten mit einer Infektion und minimieren gleichzeitig die Resistenzentwicklungen.

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Stellen Sie sicher, dass Ihr Spital über lokale, evidenzbasierte und relevante Leitlinien verfügt, sowohl zur empirischen antimikrobiellen Behandlung als auch zur chirurgischen perioperativen Prophylaxe

Die Leitlinien sollten sich auf lokale/regionale Daten zu Antibiotikaresistenzen stützen. Sie sollten ein System zur Kategorisierung von Patientinnen und Patienten mit Penicillinallergie enthalten und über adäquate Behandlungsoptionen informieren. Zudem sollten mindestens für Vancomycin und Aminoglykoside Hinweise zu TDM (Therapeutic Drug Monitoring) enthalten sein.

Verschiedene Quellen können als Grundlage für lokale Leitlinien verwendet werden:

  • Die Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie bietet Online-Leitlinien für die Allgemeine Medizin und andere Fachgebiete. 
  • Grössere Spitäler bieten Zugang zu ihren Leitlinien (siehe Liste mit lokalen Leitlinien in der Schweiz). Einige von ihnen enthalten Empfehlungen bei Penicillin-Allergien.
  • Mobile Apps, die den Entscheidungsprozess bezüglich der Therapie unterstützen
  • Swissnoso stellt Richtlinien für die perioperative antimikrobielle Prophylaxe zur Verfügung.

Kleineren und mittelgrossen Spitälern wird die Verwendung externer Leitlinien für die antimikrobielle Behandlung empfohlen, z. B. von regionalen Tertiärzentren oder Spitalnetzwerken, anstatt eigene Leitlinien zu erstellen. 

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Stellen Sie sicher, dass die lokalen Leitlinien benutzerfreundlich sind und verwendet werden

Sorgen Sie dafür, dass die Leitlinien am Verschreibungsort zur Verfügung stehen und die Verschreibenden durch den Entscheidungsprozess leiten. Damit die Verschreibenden die Leitlinien nutzen, integrieren Sie diese idealerweise in das lokale IT-System oder in eine Web- oder Smartphone-Applikation. 

Wenn Sie lokale Leitlinien für die antimikrobielle Behandlung erstellen, achten Sie auf die Benutzerfreundlichkeit. Verwenden Sie ein leicht zugängliches Format wie eine Webanwendung. Strukturieren Sie die Leitlinien so, dass sie später in das lokale IT-System integriert werden können.

Zugriffsstatistiken können Aufschluss darüber geben, ob die Leitlinien genutzt werden.

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Stellen Sie die Aktualität der Leitlinien sicher

Ein Verfahren zur regelmässigen Überprüfung und Aktualisierung der lokalen Leitlinien (mindestens alle drei Jahre empfohlen) soll im Spital etabliert sein.

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Stellen Sie die Harmonisierung der Leitlinien sicher

Berücksichtigen Sie nationale Empfehlungen und lokale Trends zu Antibiotikaresistenzen, die Verfügbarkeit von Antibiotika usw.

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Sorgen Sie dafür, dass die Leitlinien-Konformität im Rahmen von Verschreibungsaudits erfasst wird

Integrieren Sie eine Leitlinienkonformitätsprüfung in die regelmässigen Verschreibungsaudits. 

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