Audits liefern wichtige Informationen über die Qualität von Verschreibungen. Sie sind idealerweise als Strategie zur Qualitätsverbesserung angelegt und werden in einem unterstützenden Umfeld durchgeführt. Audits sollten in erster Linie einen Beitrag zur Reduktion von Antibiotikatherapien und von verlängerten Antibiotikabehandlungen leisten. Genauso soll die Verwendung eines unangemessenen Verabreichungsweges und/oder der unnötige Einsatz von Breitspektrum-Antibiotika verringert sollen.
Die Teilnahme eines Facharztes bzw. einer Fachärztin für Infektionskrankheiten oder einer Spitalapothekerin bzw. eines Spitalapothekers dient der Qualitätssicherung und Optimierung der Antibiotikatherapie (z.B. Unterstützung bei der Einschätzung komplizierter Situationen und bei der Diagnostik, Empfehlung zur Antibiotikatherapie, Dosierung, Applikation, IV-zu-oral-Switch, Antibiotika-Deeskalation und Therapiedauer).
Etablieren Sie ein Verfahren für regelmässige Verschreibungsaudits mit Feedback an die Verschreibenden. Integrieren Sie die lokalen Leitlinien, die allgemeinen Grundsätze und die Grundsätze der perioperativen Prophylaxe in die Audits.
Stellen Sie sicher, dass die Ergebnisse mit relevanten Anspruchsgruppen (z. B. den Verantwortlichen der klinischen Abteilungen) diskutiert werden. Erörtern Sie dabei auch konkrete Verbesserungsmassnahmen.
Diskutieren Sie die Umsetzung und Ergebnisse der Verschreibungsaudits im ASP-Team. Identifizieren Sie Verbesserungsmassnahmen.
Verfassen Sie einen Bericht einschliesslich eines Plans für die Fortsetzung und integrieren Sie diesen Bericht in die jährliche Berichterstattung zum ASP.
Anhand der Auditergebnisse kann festgestellt werden, ob sich die Verschreibungspraxis verbessert hat. Wenn keine Wirkung sichtbar ist, sollen die lokale Praxis und die weitere Entwicklung des ASP in den zuständigen Gremien diskutiert werden.